Methoden und Grundprinzipien


Arbeiten mit dem Faktor X


„Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.“ (Albert Einstein)

Meine Prozessbegleitung unterstützt das Ringen um neue Erkenntnis, um Lösung, das Aushalten des Ungelösten, das Tasten in die Offenheit und ins Unbekannte hinein. Phasen von Verunsicherung gehören dazu, Fehler und Sackgassen dürfen sein, müssen sein, wenn man Neues erkundet. Lösungen sind nicht schlechte Kompromisse, echte Lösungen sind Entdeckungen und Erfindungen, spürbar richtig, erleichternd, eindeutig, hundertprozent.

Der Faktor X ist das Ungewisse, die Überraschung, die kreative Lösung, wenn alles zusammenkommt. Er ist nicht notwendiges Übel, sondern das Neue, das wir noch nicht kennen, sonst wäre es nicht neu. Den Faktor X können wir nicht einkaufen, nicht machen, nicht planen. Aber wir können ihn berücksichtigen, ihm Raum geben, das Ungelöste wertschätzen und aushalten. Wir können mit ihm spielen, ihn herausfordern und einladen, ob in Gruppen- und Teamprozessen, in Gestaltungsprozessen, in Lernprozessen oder therapeutischen Prozessen.



Entdeckendes Lernen


„Indem sich das Denken den Dingen anpasst, strukturiert es sich selbst, und indem es sich selbst strukturiert, strukturiert es auch die Dinge.“ (Jean Piaget)

Lernen ist verarbeitete, reflektierte Erfahrung. Erfahrung ist Handeln, Ausprobieren, Fehler machen, fühlen, hinschauen, begreifen mit allen Sinnen, denken mit den Händen. Entdeckendes Lernen geschieht im tätigen Dialog mit der Welt, mit den Dingen, mit anderen Menschen.

Ich bin zu der Ansicht gekommen, dass die einzigen Lerninhalte, die Verhalten signifikant beeinflussen, selbst entdeckt, selbst angeeignet werden müssen.“ (Carl Rogers)

mehr unter
www.entdeckendeslernen.de



Freier Ausdruck


"Der freie Ausdruck ist nicht die Erfindung eines besonders fruchtbaren Gehirns, er ist die Offenbarung des Lebens selbst.“ (Elise Freinet)

Der freie Ausdruck ist ein Begriff aus der Freinet-Pädagogik. Er stellt den Menschen mit seinen Eindrücken und der Möglichkeit, Eindrücke zu verarbeiten und für sich und andere sichtbar und erlebbar zu machen, in den Mittelpunkt von Bildungs- und Entwicklungsprozessen. Der freie Ausdruck ist subjektive Verarbeitung und Sichtweise von Lern- und Lebenserfahrung, die sich zeigt in Form von eigenen Gedanken und Texten, Bildern, Zeichnungen, Tänzen oder Musik. Ausdruck erst macht Kommunikation und Austausch darüber möglich.

„Die Pflege des Freien Ausdrucks beinhaltet die Chance, die andere Seite unserer Erfahrungen, die im Laufe unserer Zivilisationsgeschichte und der persönlichen Biografie abgespalten und stumm geworden ist, in den Bildungsprozess einzubeziehen…(Ariane Garlichs)

www.freinet-kooperative.de



Das Bild als Metapher


"Nicht nur die Fakten selbst sind Wirklichkeit, sondern auch diePhänomene, die erst durch die reflektierende und konstruktivistische Tätigkeit unserer Gehirne in die Welt kommen." ( frei nach Wolf Singer).

In unserem Gehirn spielen Bilder eine große Rolle. Wir machen uns ständig Bilder von der Welt, von unserem Gegenüber, von uns selbst. Wir leben in vergangenen Bildern, in alten Bildern, wir haben Visionen und Illusionen. Wir halten fest an Bildern, die uns lieb und teuer sind, die wir nicht loslassen wollen oder an traumatischen, die uns nicht loslassen wollen.
Innere Bilder prägen unsere Haltung, speichern Informationen, leiten unser Handeln, beschränken unsere Wahrnehmung. Die Arbeit mit Bildern ist für mich grundlegend und notwendig. Grundstrukturen unseres Handelns, Fühlens und Denkens werden hier erreichbar- und veränderbar.

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